60. Großes Ehemaligentreffen

Vom 22. Bis 24. September fand das 60. Treffen der Ehemaligen St. Peteraner statt. Von Anfang an war es spannend und ich habe mich gefragt, wer wohl kommt. Über wen würde ich mich freuen, wen habe ich lange nicht gesehen?

Am Freitagabend gab es dann ein erstes Wiedersehen im Primanerhaus. Wir wurden sehr herzlich empfangen und von den Internatsschülerinnen Theresa und Dana mit Getränken versorgt. Mich hat es gefreut, dass wir so auch ein kleines bisschen Kontakt mit momentanen Schülern des Internats haben konnten.

Das Gemeinschaftsgefühl, das ich auf dem Internat so geschätzt habe, war gleich wieder da. Wir konnten nicht aufhören, uns alte Geschichten zu erzählen, über uns selbst die Köpfe zu schütteln und uns vor Lachen die Bäuche zu halten. Einige der Ehemaligen haben das Wochenende über im Erlenhaus gewohnt, was sicher auch die ein oder andere Erinnerung geweckt hat. 

Am Samstagvormittag ging es mit der Mitgliederversammlung weiter. Da das Wetter das komplette Wochenende großartig war, fand diese auf der Terrasse des P-Hauses statt und ich habe mir den wahrscheinlich letzten Sonnenbrand diesen Jahres zugezogen. Die Mitglieder des Vorstands haben zusammengefasst, was im vergangenen Jahr so los war und auch, was vielleicht in Zukunft anders gemacht werden könnte. Das gab viel Diskussionspotenzial, aber auch gute neue Ideen, auf deren Umsetzung ich sehr gespannt bin. Es gibt unter anderem den Wunsch, die heutigen Schüler - also die „zukünftigen Ehemaligen“ - mehr in die Aktivitäten des BdE einzubeziehen und es steht auch die Frage im Raum, in welcher Form die zukünftigen Treffen stattfinden können, damit die Teilnehmerzahl möglichst groß ist. Ein erster Schritt dahin war in diesem Jahr getan durch Einladung der Schüler zur Veranstaltung am Samstagabend. Die vielen Ideen und Wortmeldungen hätten bestimmt noch mehr Zeit gebrauchen können, allerdings warteten gegen Mittag schon die Kürbissuppe und Internatsleiter Rüdiger Hoff in der Mensa. So berichtete er, dass auch das nsi mit der bundesweit zurückgehenden Nachfrage nach Internatsplätzen zu kämpfen habe und auch etliche Erzieher-Stellen vakant seien.

Nachmittags ging es für mich mit dem Programmpunkt „Führung durch die Schule“ weiter. Meine Zeit auf dem Gymnasium ist inzwischen über zehn Jahre her und ich war gespannt, was ich noch wiedererkenne und was sich verändert hat. Den „neuen“ Schulhof kannte ich schon. Einige Klassenzimmer sehen immer noch (fast) so aus wie damals, die meisten anderen Räume wurden allerdings modernisiert, renoviert, neu angebaut oder sind ganz verschwunden. Auch hier war es wieder interessant, wer welche Geschichte oder Erinnerung, verbunden mit den einzelnen Räumen, zu erzählen hatte.

Anschließend war es Zeit zum „gemütlichen Teil“ überzugehen und so machten sich nach und nach insgesamt 60-70 Ehemalige auf den Weg zum Café Lutz, wo es ein umfangreiches Grillbuffet gab, das keine Wünsche offen ließ. Man kam nochmal ins Plaudern, es gab Glückwünsche und es wurden Witze vorgetragen und nahezu jedes Gesprächsthema hatte nochmal seinen Platz. Für die Ehemaligen gab es außerdem die Möglichkeit, Getränkegutscheine an aktuelle Internatsschüler zu verschenken, was allerdings schwierig wurde, da die meisten Schüler schon müde von dem Ausflug in den Heidepark, der an diesem Tag stattfand, in ihren Häusern waren. Nichtsdestotrotz war ich erstaunt, wie spät es schon war, als wir uns verabschiedet haben.

Am Sonntag haben dann 15-20 „Frühaufsteher“ das Wochenende noch bei einem Fischteller bei Gosch ausklingen lassen.

Es war schön, einmal wieder zu erleben, dass die meisten Internatler aber auch Schüler aus dem Ort aller Generationen von einem ähnlichen Schlag sind. Man merkt, dass uns die Erlebnisse unserer Jugend verbinden, auch, wenn teilweise mehr als 50 Jahre dazwischen liegen. Das finde ich schön.

Ich möchte mich vor allem beim Vorstand des BdE bedanken. Es gehören Engagement und sicher auch Nerven dazu (neben privatem Alltag und Beruf), so ein Treffen zu organisieren und es für alle Teilnehmer angenehm zu gestalten. Mir hat es großen Spaß gemacht und ich hoffe, beim nächsten Mal wieder dabei sein zu können.

Alles Liebe und hoffentlich bis bald!

Eure Dorthe